Geschichte des Muttertags

Muttertag: Die Entstehungsgeschichte

Den Muttertag gibt es in den meisten Ländern der Welt, er ist ein Feiertag zu Ehren der Mutter. An diesem Tag werden Mütter beschenkt und freuen sich über kleine Aufmerksamkeiten. Der Muttertag wird nicht in allen Ländern am gleichen Tag gefeiert: Z.B. werden die Mütter in Deutschland, Österreich und der Schweiz am zweiten Sonntag im Mai geehrt.

Der Ursprung des Muttertags liegt weit zurück. Schon im 13. Jahrhundert gab es einen „Mothering Day“, der von Heinrich dem III eingeführt wurde. Seine Bedeutung war damals noch etwas anders als der heutige Muttertag. Hier wurde der Mutter Kirche und der eigenen Mutter gedankt. Da der „Mothering Day“ kein offizieller Feiertag war, verlor er sich mit der Zeit.

Der Muttertag wie wir ihn kennen, findet seinen Ursprung im 20. Jahrhundert in den USA. Die eigentliche Gründerin war Anna Jarvis. Am zweiten Todestag ihrer Mutter ließ sie 500 Nelken vor der Kirche zum Ausdruck ihrer Liebe zu ihrer verstorbenen Mutter an andere Mütter austeilen. Daher kommt auch der Brauch, der eigenen Mutter Blumengeschenke zum Muttertag zu machen. Anna Jarvis wollte einen Feiertag zu Ehren der Mütter einführen und damit den Frauen mehr Rechte schenken.

1914 wurde Ihr Wunsch erfüllt. Der zweite Sonntag im Mai wurde aufgrund ihres Engagements als Muttertag per Gesetz in den USA beschlossen. Auch England ließ den „Mothering Day“ wieder aufleben. Die Schweiz schenkte sich den Muttertag im Jahre 1917. Schließlich führte 1922 auch Deutschland die Idee des Muttertags ein. Frauen in Österreich konnten sich dann ab 1924 über Muttertagsgeschenke freuen. Schon damals entwickelte sich der Muttertag zu einem Fest der Geschenke. In Deutschland wurde er vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber ins Leben gerufen.

Die Nationalsozialisten missbrauchten den Muttertag für ihre Propaganda und nannten ihn im Jahre 1933 in den „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“ um. Das Mutterbild wurde für nationalsozialistische Zwecke benutzt. Als Idealbild der Mutter galt eine bürgerliche Frau mit möglichst vielen Kindern. Von Adolf Hitler wurde sogar das Mutterkreuz eingeführt, welches den Frauen mit mehr als acht Kindern persönlich geschenkt wurde. Die Kreuze der Mutter in Silber wurden überreicht ab 6-7 Kindern, bronzene – bei 4-5 Kindern.

Nach dem 2ten Weltkrieg waren es wieder die Amerikaner, die den Muttertag in seiner ursprünglichen Form nach Deutschland brachten. Die in Deutschland stationierten US-Soldaten führten ihn in allen westlichen Ländern wieder ein. In der sozialistischen DDR wurde, wie in allen Ostblockstaaten, der Muttertag gegen den Internationale Frauentag ersetzt. Nach der Wiedervereinigung wird auch in Ostdeutschland wieder der Muttertag gefeiert.

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